Eigentlich zähle ich mich nicht zu den Menschen, die sich fürs neue Jahr gute Vorsätze aufschreiben und dann versuchen, ihr Leben zu ändern. Ehrlich gesagt, erinnere ich mich nur an einen wirklichen guten Vorsatz, den mein Mann und ich Ende 2015 getroffen haben: „Bis Ostern 2016 trinken wir keinen Alkohol, außer unseren sonntäglichen Whisky“ – und tatsächlich haben wir uns (mehr oder weniger) daran gehalten.

Keine guten Vorsätze für 2017 – aber eine Entscheidung, die jetzt getroffen wurde

Jetzt neigt sich das Jahr 2016 dem Ende zu und ich ringe mit mir, nicht all die Gedanken, die seit ein paar Wochen in meinem Kopf herumschwirren, in gute Vorsätze zu übersetzen. Nein, das möchte ich nicht. Ich möchte jetzt sofort etwas ändern und auch an einen Erfolg glauben. Gute Vorsätze – das wissen wir alle irgendwie – halten nur die wenigsten tatsächlich durch. Und ich möchte etwas verändern, um das Glücksgefühl wieder zurückzubekommen, um wieder in der Produktivität arbeiten zu können wie ich es vor 2013 konnte.

[Kurzer Exkurs: Im Jahr 2013 verlor ich meinen Vater. Dieser Verlust hat mein Leben stark verändert. Ich habe nicht nur an Gewicht zugenommen, sondern habe mich auch gute anderthalb Jahre total überarbeitet und bin kopflos durch die Gegend gerannt. Ich rede nicht oft und vor allem nicht gerne darüber, aber mir ist bewusst, dass es nicht so weitergehen kann. Erst vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel gelesen, in dem Trauerexperten davon sprachen, dass die Trauerphase nach dem Verlust eines Verwandten länger als die akademisch zu vertretenden 365 Tage andauert. Meistens sind es tatsächlich drei Jahre. Ich kann diesem Artikel nur zustimmen. Jetzt, nach drei Jahren vier Monaten und fünf Tagen kann ich wieder Fotos ansehen, kann wieder ohne Tränen in den Augen darüber reden und bin bereit, weiterzumachen.]

Ich traf also eine Entscheidung: Es muss sich etwas ändern und zwar jetzt sofort. Jetzt ist ein viel besserer Zeitpunkt als der 1. Januar 2017. Die Entscheidung für das Jetzt beweist mir selbst, dass ich es ernst meine. Dass ich etwas ändern will und es auch schaffen werde. Dass ich daran festhalten werde, auch, wenn die Zeiten anstrengend werden und sicherlich nicht jeder mit all diesen Entscheidungen einverstanden sein wird.

Was wird sich 2017 (Jetzt) ändern?

Freut euch auf mehr Beiträge auf Reisegedanken.net und Hilke-GesaBussmann.de

Eine Änderung werdet ihr bereits auf diesem Blog merken. Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr zu bloggen. Ich habe die Anzahl meiner Blogs reduziert  – ich werde mich nur noch auf Reisegedanken und meinen Autorenblog www.hilke-gesabussmann.de besinnen – und habe somit die Zeit, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Bedeutet aber auch, dass einige Projekte momentan erstmal brach liegen – ich kann damit leben und ich hoffe, ihr auch. Ihr könnt euch also darauf freuen, dass auf Reisegedanken.net öfter Beiträge kommen werden, die aus dem Alltag erzählen. Ich hoffe, dass ihr diesem Blog dann immer noch genauso treu sein werdet, wie bisher.

Freut euch auf Buchprojekte und neue Veröffentlichungen

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Zeiträume, in denen ich „zu viel“ auf der Couch rumlag und meine Freizeit damit verbracht habe, stumpf Serien zu gucken. Es ist nichts Verwerfliches daran – ganz und gar nicht. Ich kann von mir aus sagen, dass ich diese Auszeiten gebraucht habe. Aber das wird sich jetzt ein bisschen ändern: Ich werde zukünftig mehr reflektieren, ob ich eine Auszeit brauche, oder ob ich meine Zeit nutzen kann. Brauche ich eine, gestehe ich mir diese ein und werde sie mir auch nehmen. Brauche ich keine, werde ich meine Freizeit zum Schreiben nutzen, damit ihr wieder mehr von mir zu lesen bekommt. Mehr dazu aber auf www.hilke-gesabussmann.de 

Sport und gesunde Ernährung – bewusster Leben

2016 hat sich schon ziemlich viel verändert: Ich mache seit Februar 2016 regelmäßig Sport, ich gehe an zwei bis drei Abenden die Woche Schwimmen und schaffe Distanzen zwischen 600 bis 2000 Meter – je nach Tagesform. Ab jetzt möchte ich mein sportliches Leben noch mehr variieren. Ich werde auch 2017 regelmäßig meine 25km täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren (Ausnahmen sind Windböen über 20 km/h, zu starker Regen und Minusgrade, ansonsten gibt es keine Ausreden!) ein bis zweimal die Woche laufen gehen und jeden Morgen ein zehn bis fünfzehn minütiges Workout für den Rücken und den Bauch einplanen. Das alles soll kein Zwang sein. Ich werde auch hier vermehrt auf meinen Körper achten und beobachten, ob ihm Sport jetzt wirklich gut tut, oder ob ich mich vielleicht „überarbeite“ beim Sport.

Gesunde Ernährung ist für mich auch schon seit 2016 ein Thema und, da ich jeden Tag brav meine Kalorien zähle, auch weiterhin ein zentraler Bestandteil meines alltäglichen Lebens. Ich werde vor allem an meinem Obstkonsum arbeiten, ihn reduzieren und variieren müssen und mich gleichzeitig für mehr Gemüse entscheiden. Wichtig wird vor allem die Größe der Portionen sein. Ganz nach dem Motto: Hör auf deinen Körper!

Mehr „Ich“ sein, mehr genießen, sich mehr erlauben

Manchmal geht man, aus welchen Gründen auch immer, in seinem Leben Kompromisse ein. Manchmal ist auch ein so einschneidendes Erlebnis, wie das im Jahr 2013 daran schuld. Ich werde ab jetzt wieder mehr ich und vor allem glücklich sein. Es kann sein, dass mein persönlicher Erfolg darunter leidet, Followerzahlen oder gar Buchverkäufe nach unten sinken und auch das ein oder andere Projekt auf der Strecke bleibt. Aber das alles sind Preise, die ich zu zahlen bereit bin. Denn:  Die Vergangenheit kann keiner von uns ändern. Die Zukunft können wir aber alle aktiv gestalten und sie zu unserem Leben machen.

 

Written by Hilke-GesaBussmann

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