Als wir diesen Blog gestartet haben, hatten wir ein Ziel vor Augen. Wir wollten Euch an unseren Reisen durch die Welt und an unseren Lieblingsmomenten teilhaben lassen. All das, was wir so erleben, wäre ohne unser #Berlymobil nicht möglich. Häufig erreichen uns anfragen, wie wir es geschafft haben, ein Bett-Schlaf-System in unseren Berlingo einzubauen, und möchten Euch endlich eine Antwort geben. Damit die Beschreibung nicht zu lang wird, unterteile ich den Text in verschiedene Abschnitte. Im ersten Teil geht es um die Frage, welches Reisemobil eigentlich das richtige ist und warum wir uns für einen Berlingo entschieden haben. Ich wünsche euch viel Spaß!

Welches Reisemobil ist das richtige für mich?

Als wir die ersten zwei Jahre nach Schottland gefahren sind, waren wir nicht sonderlich wählerisch – so wie Studierende eben sind. Wir buchten eine Fähre von Calais nach Dover, setzen uns in unseren vollbepackten Hyundai i10, hatten ein Zelt dabei und ließen es auf uns zukommen. Der Plan war, so oft wie möglich zu zelten und, ja das stand von Anfang an fest, die ein oder andere Nacht auch im Auto zu verbringen. Wir nehmen es euch nicht übel, wenn ihr euch an dieser Stelle die Frage stellt: „Wie bescheuert sind die eigentlich? Wer pennt freiwillig in einem Hyundai i10?“ Nun, wir haben’s getan. Aus Abenteuerlust und Budgetgründen, obwohl ich mir nicht einmal sicher bin, welcher Grund davon der ausschlaggebende war.

In einem Hyundai i10 schläft es sich nicht sonderlich bequem. Das ist eine Tatsache, die ich nicht näher erläutern brauche. In der Praxis sahen unsere Nächste so aus: Wir kamen irgendwo an, stopften alles nach hinten ins Auto, drehten die Sitze zurück und schliefen. Keine Verkleidungen für die Scheiben, nur ne dicke Decke und/oder einen Schlafsack, die Fenster ein Spalt auf und fertig. Angenehm war das nicht und unser Rücken hat es uns mit Sicherheit zu keiner Sekunde gedankt. Aber diese Erfahrungen gehören zu uns und zu unserem Leben.

2013 entschieden wir uns, ein größeres Auto zu kaufen. Eins, in das man ein Bett einbauen konnte. Natürlich träumten wir vom berühmten VW California, doch bereits die ersten Recherchen bei unserem Volkswagenhändler des Vertrauens zeigte: Das können wir uns niemals leisten. Viel, viel, viel zu teuer. Außerdem war uns das Auto zu groß. Eine Küche? Will ich die wirklich immer in der Stadt mit rumfahren? Nein. Wir schauten uns ebenfalls den Caddy an. Ein Hochdachkombi. Im Internet hatten wir bereits darüber gelesen, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, wie man in den Caddy ein Bett bekommt und tatsächlich erschien das Auto wunderschön … Aber:

Die Gründe, warum sich ein Caddy für uns nicht lohnte:

  • Anscheinend wird ein Caddy als „Nutzfahrzeug“ geführt, was bedeutet, die Tickets für die Fähren (nach England) sind teurer als die bei anderen Fahrzeugen.
  • Bei Volkswagen musst du jedes einzelne bisschen extra bezahlen. Wir wollten uns allerdings ein bisschen verbessern. Eine Klimaanalge sollte doch schon drin sein. Die Tatsache, für diese Leistungen zahlen zu müssen, machte das Auto teurer.
  • Die Sitze waren einfach nicht so bequem
  • Es ist 2cm schmaler als sonstige Hochdachkombis.

Wir schauten uns weiter um. Im Internet fand ich den sogenannten „Citroen Berlingo“. Schnell sympathisierte ich mit dem Auto. Es sah nicht nur moderner aus als andere Hochdachwagen (zu Auswahl standen übrigens noch weitere Hochdachkombis von Ford, Opel usw.) er hatte auch eine ganz tolle Besonderheit: Er war bezahlbar. Wir machten eine Probefahrt mit einem Citroen Berlingo und verliebten uns sofort. Die Größe Stimmte (es passt ein 1,13m breites Bett rein), die Länge war okay, Preis und Kosten für Fähren sind machbar … Im Internet fanden wir dann auch noch ein Autohaus, dass uns den Berlingo 25% günstiger verkaufte. Wie konnte man da noch nein sagen?

Die Gründe, weswegen wir uns für einen Berlingo entschieden haben:

  • Gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • Breite vorteilhaft für ein Bett
  • Höhe noch passend in Tiefgaragen mit mind. 2 Meter Höhe.
  • Aussehen
  • Möglichkeit, Pakete zu buchen. Wir haben das sogenannte „Mobil-Paket“, was bedeutet, dass wir 3 einzeln herausnehmbare Sitze hinten haben.
  • guter Motor
  • geringer Verbrauch
  • halbwegs gute Abgaswerte
  • Günstig in der Versicherung

Wenn ihr euch für ein Auto entscheiden müsst, in das ihr ein Bett hineinbauen wollt, solltet ihr auf folgende Fragen eine Antwort finden:

Was braucht ihr wirklich? Ist es euch wichtig, im Wagen stehen zu können oder eine fest installierte Küche zu haben? Dann solltet ihr euch ein Wohnmobil anschaffen.

Wie viel Geld wollt ihr ausgeben?

Wohin fahrt ihr mit dem Auto (wichtig, um den Leistungsbereich abschätzen zu können).

Wie viele Nächte wollt ihr wirklich darin schlafen?

Und letztlich auch: Was ist euer Budget?

 

Written by Hilke-GesaBussmann

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